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Wenn alles wie geplant klappt, dann reisen im Februar nächsten Jahres ein gutes Dutzend Dulsberger Schüler und Schülerinnen nach Kuba. Es wäre der Gegenbesuch zum allersten Schulaustausch einer Hamburger Schule mit einer Lehranstalt des Inselstaats der Großen Antillen.

„Wir wollen mit ungefähr zwölf Schülern und Schülerinnen vom Dulsberg in die kubanische Hauptstadt Havanna reisen“, so Mitorganisatorin Jenni Kaiser, die an der Grund- und Stadtteilschule u.a. Spanisch unterrichtet. Mit ihren Kolleginnen Marlene Eißfeldt de Camacho und Teresa Formica wird derzeit an einem Programm des Besuchs gearbeitet. Vor allem aber müssen noch
 finanzielle Unterstützer eingeworben werden, damit die Reise möglich wird.
Acht Tage lang waren 16 Schülerinnen und Schüler des Conservatorio Amadeo Roldan, der Eliteschule für Musik auf Kuba, unter der Leitung des Dirigenten Enrique Rodriguez Toledo, der Lehrerin Hellene Furones Alvares und des Begleiters Erduy Varela Cruz im Sporthotel neben dem Olympiastützpunkt Hamburg untergebracht. Das Nachwuchs-Orchester mit Trompeten, Saxofonen, Schlagzeug, Kontrabass, Klavier, Gitarre und Gesang bedankte sich auf seine Weise für die Gastfreundschaft. Auf dem Spielbudenplatz auf St. Pauli unterhielten sie das Publikum gut 90 Minuten lang mit kubanischer Musik im Spannungsfeld zwischen Folklore und Jazz. Dass die jungen MusikerInnen auch ihre Klassik beherrschen zeigten sie beim Auftritt in den Mozartsälen, ein „Weltklasse-Abend“ der Hamburger „Stiftung Kinderjahre“, die den Besuch ebenso mitermöglicht hatte wie auch das Instituto Cervantes in Hamburg, das spanische Gegenstück zum deutschen Goethe-Institut.

Dass die Gäste neben den musikalischen Auftritten auch den Alltag in Hamburg kennenlernenten, dafür sorgte die Lehrerinnen mithilfe einer Gruppe Schüler und Schülerinnen des ATw. Da wurde zum Beispiel auf dem Eilbek-Kanal Kanu gefahren, die obligatorische Hafenrundfahrt bei schönstem Sonnenschein gemacht, gemeinsam in der Schulküche gekocht, die Stadt erkundet und auch das Shopping-Bedürfnis der Mitglieder des Orchesters ermöglicht. „Manchmal war die Betreuung durchaus fordernd, aber es hat viel Spaß gemacht und wir haben neue Freunde gefunden “, stellt Jenni Kaiser fest.

Das Engagement kann sich auszahlen. Wenn der Rückbesuch klappen sollte, könnte dies der Beginn einer neuen, wunderbaren Freundschaft werden. ¡Cuba vamos! – Kuba, wir kommen!

 

 

Kuba Spielbudenplatz

Kubanische Rhythmen auf dem Spielbudenplatz: Die Gäste der Grund- und Stadtteilschule aus Havanna bedankten sich mit ihrem Können für den Besuch in Hamburg.
Foto:aubiko